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Wen begeistert Inkasso?

10.06.2021

Achtung, Spoiler – ihn kann Inkasso begeistern: David Weber, Teamleiter Forderungsmanagement/Inkasso bei der WERTGARANTIE Group. Was genau ihn an dieses Thema „gefesselt“ hat, wie er seine Erfahrung aus vorherigen Stationen bei uns einbringt und wieso er sich bewusst für eine gesunde Work-Life-Balance entschieden hat, erzählt er im Interview.

Autor: Christian Schrader

David Weber, WERTGARANTIE Group

Was macht Ihr Team Forderungsmanagement/Inkasso bei der WERTGARANTIE Group?

Wir sind da, wenn ein Beitrag oder eine Selbstbeteiligung nicht gezahlt wird oder wenn ein Schaden unberechtigterweise beglichen wurde. Mein Team und ich verantworten den automatischen Mahnprozess für Kunden von WERTGARANTIE und AGILA im In- und Ausland. Wir kümmern uns um  Forderungen und betreuen diese Kunden bis zum Inkasso, also bis zum externen Dienstleister. Hinzu kommen die Themen Insolvenzen und außergerichtliche Schuldenbereinigungen, die einen großen Teil unserer Tagespost ausmachen

Das Wort „Inkasso“ wird bei vielen Verbrauchern nicht positiv belegt sein. Wie können Sie dem entgegenwirken?

Wir wollen Inkassoverfahren möglichst vermeiden und innerhalb des Mahnverfahrens unseren Kunden Lösungen anbieten. Schließlich kann jeder in eine missliche Lebenssituation geraten. Wir begleiten Menschen, die mit uns in einer Geschäftsverbindung stehen und die in eine solche Lage geraten sind. Das machen wir in Form von außergerichtlicher Schuldenregulierung, indem wir Forderungen mitteilen und nach Abwägung versuchen, Vergleiche zu schließen, um mit unseren Kunden ein Insolvenzverfahren zu vermeiden. Das machen wir natürlich nicht uneigennützig, weil wir unsere Forderungen realisieren wollen, klar. Aber wir helfen den betroffenen Menschen damit auch. Die Folgen eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens haben schließlich gravierende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen.

Mit Verlaub, „Inkasso“ klingt nicht wirklich sexy. Wie sind Sie dazu gekommen?

(lacht) Das hat natürlich etwas mit meiner beruflichen Entwicklung zu tun. Ich bin mal durch Zufall im Forderungsmanagement gelandet und habe mich dann immer weiter in diese Sachverhalte reingefressen, mich immer mehr dafür interessiert, habe mich in diesen Bereichen fortgebildet und qualifiziert. Und ich habe irgendwann die Möglichkeit gehabt, mir unterschiedliche Seiten des Inkassos anzugucken. Zum Beispiel habe ich eine Stelle im Forderungsmanagement öffentlich rechtlicher Gelder angenommen. Das Programm war sehr sozial, ich habe mich den ganzen Tag mit Leuten auseinandergesetzt, die Beiträge aus dem Zweiten Sozialgesetzbuch SGB II erschlichen haben. Aus dieser Tätigkeit ist bei mir irgendwas entstanden, bei dem ich gesagt habe: Okay, das macht Spaß, dieses Management mit Kunden, das Suchen nach Lösungen, dieses Verfolgen von Forderungen.

Welche Vorteile bringt es mit sich, mit Freude und Interesse in dieser Tätigkeit zu wachsen?

Ich habe dadurch immer mehr Einblicke bekommen – auch, was rechtlich möglich ist. Über einen Headhunter bin ich dann auf die andere Seite gekommen und habe Erfahrungen in einem Inkasso-Unternehmen gesammelt. Zum einen habe ich tatsächlich in der Inkasso-Sachbearbeitung gearbeitet und überwiegend für Banken – Sparkassen, Volksbanken – die Überziehungskredite von Konten bearbeitet. Danach bin ich bei einem anderen Unternehmen im Vertrieb gelandet. Ich habe Unternehmen beraten, wie sie bestmöglich mit ihrem Forderungsmanagement umgehen, um am Ende des Tages deutlich bessere Ergebnisse daraus zu erzielen. Diese Tätigkeit war etwas umfangreicher, was mich noch mehr an das Thema Inkasso gefesselt hat.

Was hat Sie dazu bewogen, zur WERTGARANTIE Group zu gehen?

Die Aussicht auf ein gut organisiertes Familienleben. Die Tätigkeit im Inkasso ist grundsätzlich für mich sehr spannend, jedoch sind die vertrieblichen und beratenden Aspekte, die ich in früheren Jobs intensiv bearbeitet habe, absolut nicht familientauglich. Da musste ich dann vor sechs, sieben Jahren einfach eine Entscheidung treffen, für was ich leben möchte. Und ich habe mich dann dafür entschieden, abends zu Hause zu sein und Zeit für meine Familie, meine Frau und meine zwei Kinder, zu haben.

Sie haben sich also bewusst für eine gesunde Work-Life-Balance entschieden?

Ja, genau. Die Kinder haben dafür gesorgt, dass ich den Inkassovertrieb, obwohl dieser mir viel Spaß gemacht hat, an den Nagel gehängt habe. Ich habe aber dadurch in meinem Aufgabenbereich heute eine sehr gute Ausgangsposition, weil ich den Markt und seine Möglichkeiten durch meine bisherigen beruflichen Stationen sehr gut kenne. Und das konnte ich bei uns auch einbringen.

Wie haben Sie sich in Ihrem Aufgabenbereich weiterentwickelt?

Ich bin vom Mitarbeiter in der Buchhaltung zum Koordinator und nun zum Teamleiter aufgestiegen. Ich habe die Möglichkeit bekommen, ein Team aufzubauen und Führungsverantwortung zu übernehmen. Das ist natürlich klasse, weil ich mich so über meine fachliche Expertise hinaus weiterentwickeln kann. Und es macht mir unheimlich Spaß! Wir haben Gestaltungsspielraum mit klaren Vorstellungen davon, welchen Weg wir beim Thema Inkasso in Verbindung mit Kundenbindung gehen wollen. Diesen Herausforderungen werden wir uns stellen. Wir sind bereits in vielen Aufgabengebieten aktiv geworden.

Wie empfinden Sie das Arbeiten bei der WERTGARANTIE Group?

Ich arbeite gerne bei der WERTGARANTIE Group und ich habe sie als sehr fürsorglichen Arbeitgeber kennengelernt. Sie hat für mein Team und mich und auch für viele Kollegen aus anderen Bereichen sehr schnell die Möglichkeit geschaffen, in der Pandemie von überall ihre Tätigkeiten verrichten zu können. Ich schätze die WERTGARANTIE Group auch sehr hilfsbereit ein, sie geht auf viele Wünsche ein: Ist es ein Mitarbeiter, der zeitlich mehr oder weniger arbeiten möchte? Wir finden eigentlich für alles eine Lösung. Ich finde auch gut, wie wir Mitarbeiter miteinander umgehen. Wir haben aus meiner Sicht einen herzlichen, fast freundschaftlichen Umgang miteinander. Auch wenn man fachlich und sachlich weniger miteinander zu tun hat, fühlt man sich immer willkommen und gut aufgehoben. Das ist etwas, was nicht selbstverständlich ist.

Christian Schrader

Mein Name ist Christian Schrader. Ich bin seit 2018 bei der WERTGARANTIE Group und arbeite in der Unternehmenskommunikation. An meinem Job gefällt mir besonders die Abwechslung - von Organisieren, Konzipieren bis Texten ist alles dabei. Mein Anspruch ist, Inhalte so aufzubereiten, dass sie nicht nur wahrgenommen und verstanden, sondern auch gern gelesen werden.

Geschrieben von Christian Schrader